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Bernd Brot
02 February 2009 @ 10:33 am
Es war eine verschneite Nacht und irgendetwas stimmte nicht. Hannah trat auf die Straße, der eisige Wind wehte um ihre Beine und sie fröstelte. Die kleinen, weißen Schneeflocken tanzten um sie herum und rissen sie beschwingt in die Dunkelheit.


Wir nehmen uns keine Zeit für nur eine Sache

Wir haben vor nicht mal einer Woche, um genau zu sein am letzten Mittwoch, den Polar Express gesehen. Zugegeben ein Film, den ich unter normalen Umständen niemals gesehen hätte, aber da dies nun einmal im Rahmen des Erzieherkurses stattfand, hatte ich da nur eine geringe Chance dem zu entgehen.
Kurz zu dem Film, bevor ich ganz Brot, das ich bin (erstmal um das eigentliche Thema drum rum schreiben). Der Polarexpress ist ein süßer Kinderweihnachtsfilm, ich war wirklich positiv überrascht, vor allem auch über die Werte, die dieser Film auf eine kindgerechte Art vermittelt.
Wir hatten die Anweisung uns auf den Film einzulassen und nur diesen Film zu sehen. Nachdem der Film geendet hat, hat Herr K. und erklärt, warum wir diesen Film überhaupt gesehen haben. Wir sollten unserem inneren Kind eine Chance geben ans Licht zu kommen und uns einfach die Zeit nehmen für nur eine einzige Sache, in dem Fall den Film zu sehen. Muss ich erwähnen, dass wir wohl alle gescheitert sind?
Herr K. hat am Ende folgende Aussage getätigt: „Wir haben keine Zeit für nur eine Sache.“ Wir sahen ihn verwirrt an und er erklärte es uns. Wir machen mindestens 2 Sachen, wenn nicht sogar mehr als 2 zur selben Zeit. Wenn wir Kochen, dann machen wir uns unter Umständen Gedanken, was wir danach machen, oder gucken Fernsehen und so weiter, aber wir nehmen uns nicht die Zeit „einfach“ nur zu kochen.
Ich mach mir seit Mittwoch sehr viel Gedanken darüber, was Herr K. uns da versucht hat zu vermitteln und ich hab angefangen mich ein wenig im Alltag zu beobachten und ich musste feststellen ich bin ein besonders schwerer Fall und das macht mich irgendwie traurig.
Also hab ich die letzten Tage angefangen, in kleinen Schritten ein paar Dinge zu verändern. Etwas was ich besonders gerne mache ist, zum Beispiel am Notebook zu essen, während ich esse Postings, Blogeinträge und andere Dinge schreiben oder mit Photoshop zu arbeiten. Obwohl Photoshop bei mir auch fast neben bei läuft und ich mir nie so richtig die Zeit für eine Grafik nehme, sie so zusagen ein Nebenprodukt meine Hyperaktivität am Computer ist. Also ich fasse zusammen, ich sitze am Notebook, esse Pizza, schreibe für 3 Charakter in einem RPG Postings, tippe etwas in meinen Blog und erstelle nebenbei Banner, Icon und andere Dinge auf die ich gerade Lust habe. Wie viele Arme besitz ich eigentlich? Das einzige, was bei mir meistens bei so viel „Hypertasking“ auf der Strecke bleibt, ist Musik… achja mein Fernseher dudelt auch im Hintergrund noch munter mit. Ich bin so zu sagen ein Serienkiller. Doch ich will die Dinge nun langsam ehren und ihnen die Zeit geben, die sie verdient haben. Sie gewöhn ich es mir ab, am Notebook zu essen, was nicht immer klappt. Mich auf das Kochen zu konzentrieren (was gänzlich misslingt) und so weiter. Leider komme ich mir so furchtbar unterbeschäftigt vor, doch gewisse Dinge haben einfach ihre Zeit verdient und wenn man sich ein wenig daran hält, ist das Leben gleich um vieles entspannter.

Das Brot
 
 
gelebt wird: in der Stullenbox
gefühlt wird: Müdigkeit
gehört wird: Diskussionen anderer Brotscheiben
 
 
Bernd Brot
01 February 2009 @ 07:34 pm

1. Leave me a comment saying, "Interview me!"
2. I will respond by asking you five questions. I get to pick the questions.
3. You will post the answers to the questions (and the questions themselves) on your blog or journal.
4. You will include this explanation and an offer to interview someone else in the same post.
5. When others comment asking to be interviewed, you will ask them five questions. And thus the endless cycle of the meme goes on and on and on and on..


[info]chili_das_schaf fragte mich folgendes:

1. Wo lebst du?
In Berlin, aber mein Herz schlägt in Bochum...

2. Was machst du im Moment, bzw. was möchtest du später einmal machen?
Momentan bin ich in einer Maßnahme des Job-Centers... ähm... ausbildungsplatzsuchend. Zum WS 09/10 an der TFH packing technology studieren (alle guten Dinge sind 3, oder?)

3. Wie alt bist du und findest du, dass es ein schönes Alter ist?
23 bald 24, an sich schon, aber irgendwie bin ich langsam zu alt, um nichts auf die Reihe zu bekommen...

4. Hast du Geschwister? Wenn nicht: Haustiere? (okay, das klingt etwas seltsam xD)
Ja, ich hab einen großen Bruder und eine kleine Schwester (da ich aber alleine lebe zählt mein Hamster auch irgendwie)

5. Wie kamst du auf deinen Usernamen?
Bernd und ich haben die selbe Lebenseinstellung...
 
 
gelebt wird: im Brotkasten
gefühlt wird: thirsty
gehört wird: ARD
 
 
Bernd Brot
31 January 2009 @ 01:01 pm
Folgende Banner befinden sich zur Zeit in der Bannerotation:

1..2..3..4.. es werden immer mehr )

wird fortgesetzt...
 
 
gelebt wird: im Brotkasten
gefühlt wird: blah
gehört wird: Futurama
 
 
Bernd Brot
30 January 2009 @ 05:23 pm
Im Rahmen des Erzieherkurses, den ich gerade mache, sind wir heute ins Amtsgericht Moabit gegangen. Wenn man sich darüber Gedanken macht, was man den 5 Angeklagten vorwirft, kommt es mir eiskalt die Kruste runter. Es geht um erpresserischen Menschenraub.
Den 5 Angeklagten wird vorgeworfen 2001 eine Frau festgehalten zu haben, sie geschlagen haben und sie verkaufen wollten an einen Mann namens Bernd oder Bert. Man hat sie gezwungen erst ein Konto bei der einen Bank zu eröffnen, so dass man auf ihrer EC-Karte Unmengen von Waren erworben konnte und als dieses Konto ausgeschöpft war bei einer anderen Bank ein neues Konto zu eröffnen, um erneut mit dieser EC-Karte einzukaufen.
Die Angeklagten sollen so Wahren im Gegenwert von über 360.000 € betrügerisch erworben haben.
Es ist echt übel, zu was manche Menschen einfach mal fähig sind. Für die Angeklagten schien es eher ein Happening zu sein. Naja, weiter im Text.
Die Anklageverlesung hat so 1 ½ Stunden gedauert und wurde einmal für eine viertel Stunde unterbrochen, da einer der Angeklagten auf die Toilette musste.
Man muss sagen, sie waren sehr häufig bei Edeka, H & M und Tschibo 'einkaufen'.
Danach haben die Angeklagten die Chance bekommen, Stellung zu der Anklage zu nehmen, was diese bis auf der Ex (oder doch nur getrennt lebende) Mann der einen Angeklagten auch nutzte.
Und damit fing die Fete an. Oh, es mag fies klingen, aber wir haben auf den Besucherbänken so gelacht. Der Mann ist einfach nur ähm... strohig in der Birne! Er hat es geschafft sich nur mit zwei Worten zu widersprechen. Aber am schärfsten war die Beschreibung seiner Ehe.
Es war eine Liebeshochzeit, sie haben nicht zusammen gewohnt, die Ehe nie vollzogen und so weiter, der konnte nicht einmal sagen, wann sie sich getrennt haben, wann sie geheiratet haben, es war wirklich unglaublich. Aber der Teil der uns wirklich laut hat auflachen lassen, werde ich sinngemäß wieder geben. (Das nächste Mal schmuggle ich ein Diktiergerät in den Saal).

Staatsanwältin: Was haben Sie denn mit ihrer getrennt lebenden Frau während ihrer aufkeimenden, stürmischen Liebe so in der Wohnung gemacht?
Angeklagter: Was weiß ich... was man so macht.
Staatsanwältin: Sie können sich nicht erinnern?
Angeklagter: Naja... Käffchen getrunken.
Zuschauer: prust.... kicher... lol
Angeklagter: Hey, was gibt en des da zu lachen?
Richter: Nun beruhigen Sie sich, das sind noch junge Mädchen, die kichern bei so was noch
Herr K. (mit hochroten Kopf vor lachen): hahahahaha

Das war schon sehr lustig, aber der hat einen nach dem anderen geschossen und dann kam folgendes, nachdem die Staatsanwälten ihre Befragung beendet hat, konnten die Anwälte der anderen Angeklagten Fragen an ihn richten, dies nutzte einer der Anwälte tatsächlich.

Anwalt: Kam es während Ihrer Ehe zum Äußeren?
Angeklagter: Wie?
Anwalt: Naja, kam es zum Äußeren?
Angeklagter: Was zum Äußeren?
Anwalt: Haben sie die Ehe vollzogen?
Angeklagter: Wat denn vollzogen?
Anwalt: Na.... vollzogen...
Angeklagter: (ratloser Blick)
Anwalt des Angeklagten: (beugt sich herüber und tuschelt ihm die Bedeutung der vollzogenen Ehe zu)
Angeklagter: Ach.. ne, warum sagen sie das den nich gleich? Dat haben wir nicht gemacht...

Es war wirklich lustig und man fragte sich zwangsläufig, wie die solche Taten auf die Reihe bekommen haben sollen, aber doch, ich glaube schon, dass sie es waren.
Das Gericht vertagte und weiter geht es am 13. Dann hören wir die Geschädigte.

Wird fortgesetzt
 
 
gelebt wird: der Brotkasten
gefühlt wird: manisch grinsend
gehört wird: mein Gelächter
 
 
 
 

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